Weitere besondere Quellen und Brunnen

  Bei einigen dieser Quellen gab es keine bzw. ist keine heilkräftige Wirkung überliefert.

Taufbrunnen

Der Taufbrunnen bei Walldürn.

Einige Quellen der Region werden als Taufbrunnen bezeichnet, weil dort  so der Überlieferung nach bei der Christianisierung Taufen stattfanden. Zu diesen gehört  auch  der Taufbrunnen im Wald zwischen Walldürn und Rippberg.  

Der Brunnen ist das älteste Kulturdenkmal in Walldürn. Hier wurden die ersten Taufen nach der Niederlassung der Benediktiner (734) in Amorbach durchgeführt. In den Walldürner Archiven gibt es eine Urkunde von 1658 nach der in diesem Jahr der Taufbrunnen als Viehtränke restauriert wurde. 1994 wurde der  Brunnen neu gefasst und ein Findling mit Inschrift aufgestellt.

 

(TF 1: 20 000 Nr.: 20) 

Taufbrunnen
Taufbrunnen

Märzenbrünnlein

Die Kapelle am so genannten "Märzenbrünnlein" zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen bei Walldürn. Das idyllisch, im Wald vor den Toren Walldürns, gelegene Kirchlein ist dabei nicht nur ein Ort der Besinnung, sondern ein Ort, um den sich zahlreiche Geschichten ranken. So soll die Quelle nahe der Kapelle schon zu den Zeiten der Kelten als heiliger Ort gegolten haben. Interessant ist auch die Sage von der Errichtung der Kirche durch den Walldürner Metzgermeister Knörzer und natürlich die vielen Geschichten von der "weißen Frau"..

(TF  1: 20 000 Nr.: 20) 

Märzenbrünnlein
Märzenbrünnlein

Königsbrunnen

In der Nähe von Hetzbach am Fusse des Krähbergs befindet sich dieser Brunnen.     

819 wurde der Brunnen schon erwähnt (Einhards Grenzbeschreibung)

1904 wurde er in seiner heutigen Form gefasst. Der Sage nach soll dieser Brunnen auch mit dem Zug der Nibelungen an den Hof des Hunnenkönigs Etzel im Zusammenhang stehen.  

 

(Ein schöner Rastplatz mit Schutzhütte)

 

(TF 1: 20 000 Nr.: 10) 

 

Pfaffenbrunnen

 

Über Grossheubach  ein Weinort in Churfranken befindet sich das bekannte Kloster- Engelberg.

In dessen nähe mitten im Wald findet man den Pfaffenbrunnen. Die Mönche des Klosters holten aus diesem Brunnen ihr tägliches Wasser, so kam der Brunnen zu dem Namen.  (Die Priester wurden auch Pfaffen genannt). 1651 wurde eine Wasserrinne zum Kloster gebaut. Im Jahre 1752 entstand eine gewölbte Brunnenstube. Eine Jahreszahl und ein Kapuzinerkreuz sind zu sehen. 1877 wurde eine Wasserleitung zum Kloster gebaut. 1929 schloss man das Kloster an das Wassernetz an.

 

 

(Wanderkarte TF 1: 20 000 Nr.: 7)

 

 

 

Siegfriedquelle

Die Zittenfeldener Quelle im Morretal auch "Siegfriedsquelle" genannt, genauer gesagt die Quelle, an der nach der Nibelungensage Hagen von Tronje den Helden Siegfried feige von hinten ermordet haben soll.

Diese schöne Quelle ist eine von mehreren Siegfriedsquellen im Odenwald.

Eine Schutzhütte mit herrlichem Ausblick macht eine Rast empfehlenswert. Die Rast bei einer Wanderung bietet Gelegenheit zurückzuschauen auf den Weg, den man bisher gegangen ist und Ausschau zu halten, wie es weitergehen mag.

Einige Meter von der Siegfriedsquelle entfernt findet man die Wolstannen,  dazu gehen wir in die Richtung der Schutzhütte und von dort führt uns der Weg hinab zu den Tannen.

Bei der größeren der beiden Wolfstannen handelt es sich um die größte Weißtanne im Landkreis Miltenberg:

Baumhöhe: 50,5 m (im Jahre 2000) - Umfang: 3,9 m - Inhalt: 30 m³ -

Alter: 170-200 Jahre.

Die Sage um diese Wolfstannen:

Ein Wolf hätte ein Kleinkind von dem auf den Feldern (Wolfsacker) arbeitenden Bauern aus dem Kinderwagen geraubt.

(Die Quelle befindet sich zwischen Amorbach und Zittenfelden im Morretal).

(TF  1: 20 000 Nr.: 11)

 

Quellen am Limes

In der Region Osterburken:

„Freya Quelle“ höchste Quelle im Odenwald.

Am Katzenbuckel

Gänsbrunnen bei Sindolsheim ein OT v. Rosenberg

Jungbrunnen

Die mystische Quelle der ewigen Jugend und des ewigen Lebens.

Die Suche danach wird bereits im Alexanderroman geschildert. Der spanische Konquistador Juan Ponce de Leo'n suchte 1513 in Florida vergeblich nach dem Jungbrunnen.

Davon handelt Heinrich Heines Gedicht „Bimini“ > Brunnen, > Quelle.

Quellenangabe: Die Welt der Symbole von Ulrike Müller-Kaspar S. 140/141.

 

"Einsame Quellen zu ehren wird die Götter erfreuen"

„Auch Quellen und Brunnen versiegen, wenn man zu oft und zu viel aus ihnen schöpft.“

"Quellen schützen - Wasser sinnvoll nützen"

Unseren Vorfahren waren die vier Elemente noch heilig. Dem durststillenden, reinigenden, fruchtbarkeitsspendenden und heilenden Wasser galt die höchste Verehrung. Sie kannten die Mechanismen der Natur und schenkten ihnen daher die nötige Beachtung und Würdigung.