Reicholzheimer Steinkreuze (bei Wertheim)

Bei den 14 Steinkreuzen (und ein Bildstock) soll es sich um das größte Steinkreuznest Deutschlands handeln. Die "Kreuze" wurden schon im Dorfbrief von 1494 erwähnt.

                   Eine Variante der Legenden:

Vor Zeiten ging einmal ein schönes Mädchen, dessen Bruder und zehn andere Burschen aus Höhefeld von der Kirchweih in Waldenhausen, heimwärts. Kaum waren die Burschen außerhalb von Waldenhausen, als die zehn Burschen wegen des Mädchens, in das alle verliebt waren, in Streit gerieten. Dabei wurde einer getötet. Zwar setzten sie hierauf ihren Weg fort, allein auf der Höhe hinter Reicholzheim erneuerten sie den Streit mit solcher Wucht, daß die neun anderen Burschen auf dem Platze blieben. Als der Bruder des Mädchens das große Unglück betrachtete, das es durch seine Gefallsucht verursacht hatte, hieb er ihm mit seinem Schwert den Kopf ab. Dann ging er fort, nahm sich aber selbst das Leben, als er an der Gamburger Steige angelangt war. Bis heute soll es bei den Kreuzen spuken.

Steinkreuznest bei Wald- Michelbach

In der Nähe vom ehemaligen Bahnhof in Wald-Michelbach (Richtung Greidacherhöhe neben dem Wanderweg R3) stehen fünf aus dem Mittelalter stammende Steinkreuze unter Bäumen. 1898 wurden sie hier aufgestellt und es ist das grösste Steinkreuznest in Hessen.

Die Geschichte und die Herkunft dieser Zeitzeugen ist sehr unklar.

 

(TF 1:20 000 Nr.: 9)

Die Habermanns Kreuze

Sühnekreuze und Mordsteine.

Diese Kreuze sind an der Strasse B 47 von Michelstadt nach Eulbach bei dem historischen Gasthof zu finden. Auch um diese Kreuze ranken sich einige Sagen.

Burschen darunter auch deren von Habern (niederer Adel) sollen dahier Wildfrevel begangen haben und sollen auf Befehl des Grafen von Erbach erschossen worden sein. Die Forschung ergab, dass die Kreuze im 16.Jhd. "Habermuskreuze" hiessen und keine Beziehung zu den Herren von Habern standen.

Eine andere Sage erzählt, drei Hafermäher wären in  Streit geraten und sie hätten sich mit Sensen gegenseitig umgebracht. Das Geheimnis um die Kreuze wird wohl nie gelöst werden.

(Kurzfassung einer Dokumentation v. Joh. Heim)

 

Die Seitzen Buche

Ursprung und Namensgebung vor 200 Jahren.

Johann Stephan Seitz kam im Jahre 1803 in Leiningische Dienste, zuerst ab dem Jahre 1807 als Jägerbursch, danach als Pürschknecht. Für in diesen Diensten eingefangene Wilderer erhielt er in den Jahren 1816 u. 1817 etliche Prämien, was ihm aber dadurch viele Feinde schuf. Im Jahre 1819 wurde Seitz zum Forstgehilfen ernannt und an das Schlossauer Tor des Fürstl. Leining. Wildparks versetzt.

Bei der Ausübung seiner Tätigkeiten wurde er am Nachmittag um 14.30 Uhr an der Strasse Hesselbach- Schlossau, im Sand erschossen tot aufgefunden.

Es war die 12. Kugel, 11 Wilderer hatte Seitz vorher erschossen.

(Willi Böckenhaupt)

                                            .........................  

 

Der Odenwaldlimes von Wörth a.M. bis nach Wimpfen a.N. wurde um 100 n. Chr. angelegt. An der ca. 70 Km. langen Strecke lagen 9 Kastelle und etwa 80 Wachtürme. So wurde auch dieser markante Sattel durch ein Kleinkastell gesichert.

 

TF 1:20 000 Nr.:19 

 

 

 

Heunesäulen bei Miltenberg

Am Bullauer Berg und am Heunenberg bei Eichenbühl (Gegend um Miltenberg) liegen mächtige Sandsteinsäulen aus einem Stück:
über sieben Meter lang, mit einem Durchmesser von ca. 130 cm. Sie sind hier an Ort und Stelle - in einem Blockmeer des harten Felssandsteins - gebrochen und bearbeitet worden.Sie weisen Verdickungen am oberen, schmaleren Ende auf, Hilfen zum besseren transportieren und aufstellen. 
Im 18. Jahrhundert waren es noch 14 Exemplare; ursprünglich sollen es 42 gewesen sein. Mittlerweile wurden viele davon abtransportiert, eine steht in der Miltenberger Uferpromenade, eine in Nürnberg, eine weitere auf dem Domplatz in Mainz.

Eine Säule - Höhe 749 cm, Gewicht 145 Tonnen - kam 1879 nach München. Sie war ein Geschenk des Magistrats der Stadt Miltenberg.

  Monolithische Säulen (d.h. aus einem Stück) kannte man in römischer, dann in karolingischer und frühromanischer Zeit. Damit lässt sich die Entstehungszeit auf das erste Jahrtausend (bzw. 100 - 1100) eingrenzen..(Oder sind sie noch älter?)

(TF 1: 20 000 Nr.: 7) 

Bullauerbild

Das Bullauer Bild gehöhrt zu den heiligen Bäumen. Er ist einer der ältesten, (1561) auffälligsten Bildstöcke im Odenwald. Der Bildstock hat eine Höhe von 1.50 m.

und ist von einer mehrstämmigen Buche umwachsen, nur die Vorderseite ist noch zu sehen. Das Bullauer Bild steht an einem alten Handels und Wallfahrtsweg.

 

Das Ort Bullau liegt in der Nähe von der Stadt Erbach.

 

(TF 1:20 000 Nr.: 10)

Waldkatzenbach

Waldkatzenbach wurde auch im Dreißigjährigen Krieg in Mitleidenschaft gezogen.

Es wird berichtet, dass nur sieben Familien den Krieg überlebten.
 

 

Zum Dank setzten diese sieben, Lindenschößlinge zusammengebunden in ein Pflanzloch über dem Dorfbrunnen.
 

 

Daraus erwuchs eine mächtige Linde, die heute nach über 350 Jahren ein imposantes Naturdenkmal darstellt.

(TF 1: 20 000 Nr.: 13) 

Linde von Waldkatzenbach
Linde von Waldkatzenbach

Beghardenhöhle über Niklashausen

Ein Beghardenmöch soll in dieser Höhle gelebt haben,  Er soll der geistige Urheber der Reden des Pfeiferhannes (Hans Böhm) gewesen sein. 

Der Pfeiferhannes war Viehhirte, Sozialkritiker, Prediger. Er forderte gleichen Besitz für alle, Verweigerung von Frondiensten, Zoll und Zehnten. Um 1476 kamen die Menschen in Scharen nach Niklashausen um den Pfeiferhannes zu hören. Es kam zum Bauernkrieg.

  

 34 bewaffnete Reiter kamen nach Niklashausen und brachten den Pfeifer gefesselt nach Würzburg, wo er schließlich nach sechstägiger Haft am frühen Morgen des 19. Juli 1476 am Schottenanger als Ketzer und Volksaufwiegler verbrannt wurde. Bis zum Schluss sang er mit heller Stimme Marienlieder. Seine Asche wurde in den Main gestreut.


  www.niklashausen.de

Hans Beheim als Prediger auf einem umgekehrten Fass und sein Tod auf dem Scheiterhaufen - und der seiner Freunde.


Friesche Bischofschronik 1582. Universitätsbücherei Würzburg.

Hoi-Hopp Stein

 

Ein Bürgermeister der Gemeinde Boxtal soll heimlich die Grenzsteine im Gemeindewald zwischen Rauenberg und Boxtal im Gewann "Keßlersrain" zugunsten des Boxtaler Waldes versetzt haben. Als die Rauenberger dahinter kamen, zeigten sie den Boxtaler Bürgermeister an. Am Tatort beteuerte dieser seine Unschuld. Vorher hatte er sich Boxtaler Erde in die Schuhe gefüllt und einen Schöpflöffel unter den Hut gesteckt. Als er schwören mußte, da sage er: "So wahr der Schöpfer über mir ist, ich stehe auf Boxtaler Erde." Nach wenigen Monaten starb er. Sein Geist soll bis heute noch umgehen, indem er über die Grenze hin- und herhüpft. Er wird deshalb "Hoi-Hopp" genannt...

aus dem Buch "800 Jahre Boxtaler Dorfgeschichte" von Franz Krebs

 

Die Kappel im Dornberger Wald bei Hardheim

Die ehemalige Kirche und Einsiedelei nordöstlich von Dornberg.  

"Unsere Liebe Frau im Wald" ehemalige Wallfahrtskirche.

Von der Bevölkerung „Kappel genannt. 

Im 15. Jahrhundert wurde die Marienkapelle erbaut.

1479 enstand in der Nachbarschaft eine Einsiedelei.   

Nach vielen Wirren, erteilte am 01.01.1791 der Bischof  von Würzburg die Erlaubnis die Kapalle zu demolieren. (siehe Bild)

Von Hardheim und Dornberg sowie Rütschdorf ist die Kappel bequem zu erreichen. (Zu Fuss)

(TF 1:20 000 Nr.:20) 

 

Schächerstein bei Rütschdorf.

Geheimnisvolles Naturdenkmal

Schächerstein
Schächerstein

Rü 1 mit dieser Wandermarkierung (Rundwanderweg der Gemeinde Rütschdorf) kommt man zum Schächerstein.

(Vorort, ein V Zeichen u. eine Tafel "Flächenhaftes Naturdenkmal")


Am Schächerstein soll sich Johann Eiermann öfters versteckt haben.

  (siehe Räuber- Wilderer- Vaganten)

 

Der Schächerstein (auch Schecherstein) ist eine Felsformation von ca. 5m Gesamthöhe. Unterhalb der Felsenbefindet sich eine Höhle, in der sich eine Person  aufhalten kann (ca. 70cm Höhe und Breite und 2m Tiefe).  

Die Margaretenschlucht bei Neckargerach


Zwischen Heinsheim und Eberbach gibt es 22 Geländeeinschnitte, die Margaretenschlucht nimmt die hervorragendste Stelle ein. Die Entstehung ist dem Flursbach bei Reichenbuch zu verdanken.

Das Bächlein durchfliesst ein Hochtal um dann von 260 m auf 100 m Höhe über mächtige Buntsandsteinblöcke zu fallen, die Felsszenarien sind im Odenwald einmalig. Die eindrucksvolle Schlucht, mit insgesamt acht Wasserfallstufen über insgesamt 110 Höhenmetern, zählt zu den höchsten Wasserfällen in Deutschlands.

Die Schlucht besitzt eine eigene Schluchtwald- Pflanzengesellschaft und ist seit 1940 als geologisches und botanisches Naturdenkmal unter Schutz gestellt. Als Wanderziel ist die Schlucht zu empfehlen.

(Der Pfad ist mit Stahlseilholmen gesichert)

 

(TF 1:20 000 Nr.: 13) 

  

Margaretenschlucht
Margaretenschlucht

Wolfsschlucht bei Zwingenberg/Baden

Wolfsschlucht ist der Flurname mehrerer tief eingeschnittener Täler im deutschsprachigen Raum.

Die Wolfsschlucht ist ein etwa einen Kilometer langes Kerbtal, das das Schlossbächlein durch Erosion im Buntsandstein geschaffen hat.

 

Vorsicht: Der enge Pfad durch die Schlucht ist nicht befestigt, festes Schuhwerk ist zwingend erforderlich. Außerdem ist der Pfad nur ungenügend gesichert, teilweise geht es wenige Zentimeter daneben 15 Meter in die Tiefe. Man sollte also schwindelfrei sein. Kinder unter keinen Umständen außer Acht lassen und unbedingt das Warnschild am Eingang der Schlucht beachten.

 

An steilen Erdhängen rutschen oft Partien ab, dadurch ist der Einstieg öfters nicht erlaubt.

Die wildromantische Wolfsschlucht bei Zwingenberg soll Carl Maria von Weber zu seinem „Freischütz“ inspiriert haben. Der Freischütz wird alle zwei Jahre bei den Zwingenberger Schlossfestspielen aufgeführt.

 

Die Wolfschlucht ist Teil des Naturparks Neckartal-Odenwald.

 

(TF 1:20 000 Nr.: 13)

 

 

Felsenmeer bei Reichenbach/ Odenwald.

Das Informations- Zentrum ist täglich von 10:00 Uhr bis mindestens 16:00 Uhr geöffnet. Das Felsenmeer selbst ist 365 Tage zugänglich.

Aus einer Homepage von Reichenbach:

 

Zwei Riesen wohnten einst in der Gegend von Reichenbach, der eine auf dem Felsberg, der andere auf dem Hohenstein. Als sie Streit bekamen, bewarfen sie sich mit Felsbrocken. Der Hohensteiner war im Vorteil, er hatte mehr Wurfmaterial. So kam es, dass der Felsberger Riese bald unter den Blöcken begraben wurde; gelegentlich hört man ihn noch darunter brüllen. So wurde im Volksmund die Entstehung des Felsenmeeres erklärt.

 

Der nördlich von Reichenbach  oberhalb des Felsenmeeres gelegene Felsberg besteht aus Granit, mit einigen anderen Einschlüssen. Infolge der Verwitterung im Laufe von Jahrmillionen, unter Einwirkung von Wasser, Frost und Pflanzen, ist besonders harter Grus abgesprengt worden. Durch Auswaschungen fielen diese Brocken in einer Mulde von einem Kilometer Länge zusammen. Das ist die wesentlich nüchternere Erklärung der Geologen für die Entstehung des Felsenmeeres.

 

Auch der neue Wanderweg des Odenwalds, der Nibelungensteig führt durch's Felsenmeer. Er ist 42km lang und führt von Zwingenberg nach Grasellenbach.

 

Galgen von Beerfelden.

 

 

Auf einer Anhöhe der Landesstraße in Richtung Airlenbach etwa 500 m westlich von Beerfelden gelegen, ist der größte und besterhaltene Galgen im Bundesgebiet.

Der Galgen wurde 1597 anstelle eines Holzgalgens errichtet.

 

 http://de.wikipedia.org/wiki/Beerfelder_Galgen

 

 

 http://www.beerfelden.de/tourismus/tourismus_sehenswuerdig_galgen.htm

Hochkreuz
Hochkreuz