Erste Hilfe:

Ausbildung in Erster Hilfe sollte vorhanden sein!

Eine Rettungsdecke u.a. im Rucksack ist nützlich, sowie Blasenpflaster und Betaisodona- Salbe (Desinfektionsmittel), Wundschnellverband, Leukoplast, Verbandpäckchen, Kompressen, elast. Binde, Sicherheitsnadeln, Dreiecktücher, eine Schere, und Pinzette (Splitterpinzette).
Schmerztabletten, Magnesiumtabletten (gegen Krämpfe).

Wer Medikamente benötigt sollte sie ausreichend mitführen.

Unfallmeldung:

5 W: Wo, Was, Wieviel, Welche, Wer.
Zu Wo: eigener Standort, wichtig beim Wandern.
Mobil-Funknummer mit melden (für Rückruf oder Peilung).

Notruf:

Euro-Notruf Tel.Nr.: 112
Alpiner Notruf Tel.Nr.: 140
Notsignale: (alpin)
6 Lichtsignale (talwärts) in der Minute > 1x Signal > 10 Sek. Pause danach ca. 1Minute Pause.
Antwort auf das Signal:
3 Lichtsignale in einer Minute > jeweils 1x Signal und 30 Sekunden Pause danach 1 Minute Pause.
Internationales Notsignal: SOS
3 x kurz für S
3 x Lang für O

Wenn die Bergung durch einen Helikopter erfolgt, ist es gut dem Piloten "Ja" bzw. "Nein" zu signalisieren:
Für das Ja werden beide Arme in der Form eines offenes Dreiecks über den Kopf gehoben, dies Haltung ergibt ein -englisch Yes = Ja

Für das Nein wird nur der linke Arm hoch genommen, der andere leicht schräg nach unten, so dass beide eine Diagonale ergeben — englisch No = Nein

Knien Sie sich mit dem Rücken zum Wind hinter den Landeplatz. 

Nähern Sie sich dem Helikopter immer von vorne und am Hang immer von der Talseite. Langsam und gebückt gehen, Sichtkontakt zum Piloten halten.

Wundstarrkrampf:

Impfung oder Auffrischung empfohlen!

Zecken

Allgemeines:
Die Zecke produziert kein Gift, kann aber Überträger von Krankheiten sein.
Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME) und Lyme- Borreliose.
Gegen FSME wird bei Wanderer eine Impfung empfohlen.
Gegen die Borreliose gibt es keinen Impfschutz.

Erste Hilfe:
  Zecken sollten sofort entfernt werden, am besten mit einer Splitterpinzette oder mit einer Zeckenzange 

(nicht Quetschen, kein Öl oder Klebstoff).
Sorgfältige Wunddesinfektion.
Bei starker Rötung, Grippeähnlichen Symptomen sofort zum Arzt, (im Zweifel immer).
Datum des Zecken Biß aufschreiben.

Vorbeugende Maßnahmen:
Kleidung, die möglichst viel Hautfläche bedeckt(helle Kleidung).
Körper nach Zecken absuchen und duschen.
Kein Parfüm oder duftende Seifen verwenden.

Zecken
Zecken

Füße

Wir wandern mit ihnen, sie tragen uns durch den Tag.
Füße anschauen. - Fußpflege.- Wanderschuhe müssen sofort passen.
Strümpfe: Gut sind Wandersocken ohne Nähte und einschneidende Ränder. Keine Fahrrad- oder Tennissocken!
Keine Stopfstellen.

Gehe nicht dauernt am Stock!

Wer Wanderstöcke benutzt, schont Gelenke und Rücken.

Fitte Wanderer sollten ab und zu auf diese Hilfe verzichten.

Sonnenschutz

Egal ob sonnig, schattig oder wolkig - wer draußen ist, bekommt auch UV-Strahlen ab. In geringen Dosen ist das gesund, aber zu viel fördert Hautalterung und Hautkrebs. Gletscherbrille und Faktor-50 Sonnencreme sind Pflicht, 

will man keine (Netz)Hautschäden riskieren.

Fuchsbandwurm:

Früchte, Beeren und Pilze können mit den mikroskopisch kleinen Eiern des Fuchsbandwurmes infiziert werden. Für den Menschen kann eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm tödliche Folgen haben. Um das Risiko beim Verzehr zu senken, sollten Sie Früchte, Beeren und Pilze gründlich waschen und stark erhitzen.
Berühren Sie keine kranken oder toten Tiere im Wald. Verständigen Sie gegebenenfalls den zuständigen Revierleiter oder die jeweils zuständige untere Forstbehörde.

Giftpflanzen:

Viele der im Wald wachsenden Pflanzen sind essbar oder können sogar als Heilpflanze genutzt werden.
Wer keine Großmutter hat, die ihn in die Geheimrezepte des Waldes einführt und alte Hausrezepte überliefert, der kann sich bei Kräuterführungen kundig machen.
Einige Forstbehörden bieten solche Wanderungen an, aber auch Volkshochschulen oder andere Bildungseinrichten haben das Thema in ihrem Angebot. Für das Selbststudium gibt es reichhaltige Fachliteratur bei Ihrem Buchhändler.
Wer sich allerdings entschließt Essbares oder gar Arzneien aus dem Wald mit nach Hause zu nehmen, der sollte seiner Sache ganz sicher sein. In den schlimmsten Fällen kann ein Ausprobieren tödlich sein! Darum müssen Eltern ihren Kindern eindringlich klarmachen, dass man nicht einfach von Früchten oder Pilzen naschen darf.