Gewitter

Wer sich bei einem Gewitter im Freien aufhält:
Sollte einen, wenn möglich Blitz geschützten Ort aufsuchen z.B. Gebäude, Fahrzeug.
Ist dies nicht möglich gilt: In die Hocke gehen!
Füße dicht nebeneinander (Schrittspannung).
Knie mit beiden Armen umfassen.
Metall leitet gut: Meiden sie Metallzäune, Weidezäune, Regenschirme.
Nicht in Gruppen aufhalten: Halten sie Abstand voneinander.
Freistehende Bäume, Waldränder und Hügel meiden! (Keine Buche suchen!!!)

Mitnahme von Früchten, Pilzen, Zweigen, Pflanzen etc:

Jeder darf sich Waldfrüchte, Streu und Leseholz in ortsüblichem Umfang aneignen und Waldpflanzen, insbesondere Blumen, Kräuter und Zweige, die nicht über einen Handstrauß hinausgehen, entnehmen, sofern er dabei keinen geschützten Pflanzen pflückt, die Entnahme pfleglich erfolgt und weder Gipfeltriebe noch Zweige von Pflanzen aus Forstkulturen abgerissen werden.
Das Ausgraben von Waldbäumen und Sträuchern ist verboten (vgl. § 40 LWaldG).

Waldbrandgefahr lauert!

Jeder sollte daran denken, dass:
durch Waldbrände Räume zum Wandern zerstört werden.
Rauchen und jegliche Verwendung von Feuer im Wald und Waldesnähe zu unterlassen sind.
Wer einen Waldbrand entdeckt sollte dies sofort melden und wenn möglich den Brand löschen.
Gelöscht werden kann mit 1 bis 2 m langen Laub oder Nadelbaumzweigen.
Wichtig ist, das Feuer zum Inneren der Brandfläche hin auszukehren. Nicht ausschlagen. Hier besteht die Gefahr des Funkenfluges. Dadurch kann es zu einem Ausbreiten des Feuers kommen.

Unter natürlichen Bedingungen können Waldbrände vor allem durch Blitzschlag und Selbstentzündung entstehen. Diese Waldbrände sind teilweise für das biologische Gleichgewicht des Waldes wichtig.
Meist entstehen Waldbrände aber durch Fahrlässigkeit, Brandstiftung oder Militärübungen.

Internationale Gefährdungsstufen:

1 sehr geringe Gefahr
2 geringe Gefahr
3 mittlere Gefahr
4 hohe Gefahr
5 sehr hohe Gefahr


Online gibt es eine Übersicht der aktuellen Gefahrenstufen für Deutschland:
www.agrowetter.de/Agrarwetter/waldix.htm

Voraussetzung und Wirkungszusammenhänge:

  • längere, warme Trockenperioden
  • trockne Winde
  • häufig bei Auflösung von Hochdruckwetterlagen
  • Mitte März-Mai: ausreichend vorhandene, trockene Bodenvegetation
  • Juni/Juli: Sommerdürre
  • Entzündungsgefahr beginnt ab ca. 10 Uhr, da dann der Morgentau verdunstet ist
  • starke Gefährdung besteht für dichtstehende Nadelholzreinbestände, bis zum Alter von 40 Jahren, vor allem bei Kiefer
  • trockene, sandige Standorte mit geringer Wasserversorgung
  • trockene Grasdecken, Reisig, Heidevegetation

Die heute in Mitteleuropa vorkommende Waldbrände sind sehr selten Naturereignisse (nur 3-10% der Waldbrände werden durch Blitzschläge verursacht). Der Anteil dieser Brände an der gesamten Brandfläche liegt ebenfalls nur bei ca. 1%. Das liegt daran, dass diese Brände meist von ergiebigen Regenfällen schnell gelöscht werden.
Deutlich über 90% der Waldbrände und fast 100% der Waldbrandfläche werden durch menschliches Fehlverhalten verursacht. Je länger es heiß und trocken ist/war, desto höher ist die Brandgefahr. Insbesondere in Nadelwaldmonokulturen kann es schnell "brenzlig" werden.
Richtiges Verhalten in Wald und Flur
Meist durch Unvorsichtigkeit und Leichtsinn entstehen in Wald und Flur Brände z.B. in der Freizeit durch folgende Fehler an Caravans und beim Camping:
Rauchen und offenes Feuer (dazu zählen auch Campingkocher!) sind grundsätzlich im Wald verboten, nicht nur von März bis Oktober.
Ausnahme: Offenes Lagerfeuer oder Grillen (auch mit einem mobilen Campinggrill) ist an den besonders gekennzeichneten Feuerstellen - und nur dort - erlaubt. Aber auch hier ist natürlich immer besondere Vorsicht geboten.
Über aktuelle Waldbrandgefahren und erweiterte Verbote (im Sommer 2003 bestand z.B. Betretungsverbot der Wälder in einigen Bundesländern) informiert dich tagesaktuell deine regionale Zeitung.

Katalysatoren werden während des Betriebs heiß. Daher dürfen Pkws, Krafträder und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge nicht auf trockenen Wiesen und Waldwegen abgestellt werden.
Müll gehört nicht in den Wald! Jede Glasflasche, Glasscherbe, Folie, Feuerzeug oder Dose mit chemischen Abfällen kann zu einem Brandherd werden. Auch wilde Müllkippen können zu Bränden führen, da sich das Pflanzenmaterial unter Hitzefreisetzung zersetzt!

Waldbrände müssen unverzüglich der Feuerwehr - Tel.: 112 - gemeldet werden!

Im Falle eines Wald- oder Flurbrandes ist sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 oder eine Polizeidienststelle (Notruf 110) zu verständigen.
Dabei sind möglichst die nachfolgenden Daten zu übermitteln:

  1. Genaue Angabe des Brandortes (Achtung: Wenn du GPS-Koordinaten angibst, melde auch das Koordinatensystem/Kartendatum!)
  2. Das Ausmaß des Brandes
  3. Art des Brandes (Erd-, Boden- bzw. Wipfelfeuer)
  4. Günstigste Zufahrt zum Brandort, evtl. einen Treffpunkt mit den Einsatzkräften vereinbaren
  5. Den derzeitigen Standort des Meldenden angeben
  6. Sind Menschen oder Sachwerte in Gefahr?
  7. Nähe von Wohnhäusern, Hochspannungsleitungen, Gastanks?
  8. Angaben zur Person
  9. Rückrufnummer